KKT

Aktuelles

DIE ANWESENHEIT DER ABWESENHEIT - NRW Stipendium

DIE KONSTANTE ANWESENHEIT DER ABWESENHEIT DER ANDEREN war ein Rechercheprojekt, das das ZIEL hatte, das eigene künstlerische Sein, die Möglichkeiten des Theaters und die gesellschaftliche Situation durch Corona und die gesteigerte digitale Präsenz zu hinterfragen. Als Durchführung war geplant, a) transdisziplinär zu forschen, b) Zwischen-/Ergebnisse zu erproben und c) den Radius zu erweitern sowie d) eine Publikation zu schreiben. Diese Ziele wurden weitgehend erreicht.

Als ERGEBNIS kann zusammengefasst werden, dass in digitalen Räumen Begegnungen möglich sind, die eine große Nähe und Lebendigkeit beinhalten und die verschiedenen Sinneswahrnehmungen einbeziehen. Dafür muss der digitale Raum zunächst mit seinen Besonderheiten, Möglichkeiten und Risiken begriffen werden. Denn nur dann kann er so gestaltet werden, dass der Vereinsamung, Ruhelosigkeit oder Entkörperlichung begegnet werden kann. Besonders das Einbeziehen von Atmungs- und Körperübungen, von Spielen und Übungen, die das Wir-Gefühl stärken, und von konkreten gemeinsamen Raumerfahrungen könne hier helfen. Vor allem aber geht es um eine besondere Form der Interaktion, Partizipation und Einbeziehung von Teilnehmenden, Zuschauenden usw. Hierzu braucht es eine besondere Präsenz der raumverantwortlichen Gestalter:innen, die gut ‚bei sich‘ und ‚mit sich‘ sein müssen und eine feine, intuitive und zugewandte Wahrnehmung von anderen Menschen brauchen. Themen wir Selbstreflexion und Selbstfürsorge, Resilienz und Empowerment spielen eine entscheidende Rolle, wenn wir die KONSTANTE ANWESENHEIT DER ABWESENHEIT DER ANDEREN im digitalen Raum und in Zeien der Isolation in eine BEWUSSTE ANWESENHEIT DER SPÜRBARKEIT DER ANDEREN umwandeln möchten.