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KKT. Kölner KÜNSTLER:INNEN Theater

Nach über 25 Jahren benennen wir uns um! Wir sind seit jeher ein vielfältiges und diverses Team und Ensemble und nennen uns jetzt KKT. Kölner Künstler:innen Theater!

Warum?
Wir sind ein buntes Team. Und das ist uns wichtig. Weil es Spaß macht und weil viele Perpektiven mehr Sichtweisen und Möglichkeiten eröffnen. Und wir sind zu 80 % Frauen. Daher haben wir beschlossen uns umzubenennen und fühlen uns wohl damit. Und wir möchten Menschen in ihrer Vielfalt ansprechen und Chancengleichheit erreichen. Da bisher die Chancen ungerecht verteilt sind, möchten wir über das Transportmittel Sprache Vielfalt in die Welt tragen.

Sollen das jetzt alle tun?
Wir sind keine Missionar:innen und möchten auch nicht überzeugen. Von daher gibt es für uns kein Sollen oder Müssen. Und dennoch oder gerade deshalb: Wir freuen uns über alle Menschen, die Vielfalt wertschätzen und dazu beitragen, dass unser System diese Vielfalt in alle Bereiche einziehen lässt. Und damit das immer mehr Menschen erfahren, freuen wir uns, wenn immer mehr Menschen diese Vielfalt über Sprache ausdrücken. Hierbei geht es uns nicht um richtig oder falsch, sondern um die gemeinsame Suche, nach einer Sprache, die möglichst viele Menschen einbezieht.

Warum mit Doppelpunkt?
Das KKT nutzt schon lange eine Sprache, die Geschlechtervielfalt ausdrückt in der internen und externen Kommunikation. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, Texte zu gendern. Neben dem Binnen-I und dem Unterstrich hat sich das Gendersternchen durchgesetzt. Nachdem wir dieses eine Zeit lang genutzt haben, kam intern die Frage auf, ob das Sternchen nicht eine Barriere für Menschen mit Seh-Beeinträchtigung ist, die ein Sprachausgabeprogramm nutzen. Denn Sprachausgabeprogramme "lesen" das Sternchen mit, was den Textfluss stören und die Verständlichkeit eines Textes verringern kann. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, den Doppelpunkt zu nutzen als Zeichen für alle Menschen, die sich keinem binären Geschlecht (männlich oder weiblich) zuordnen möchten. Denn der Doppelpunkt ist weitestgehend barrierefrei. Auch für Menschen mit Behinderungen, zum Beispiel einer Sehbehinderung, sind Texte mit dem Gender-Doppelpunkt gut verständlich - Sprachausgabeprogramme machen an der Stelle des Doppelpunkts lediglich eine kleine Pause, so, wie man es auch üblicherweise spricht.

Es gibt Stimmen, die sagen, dass sich die meisten Menschen, die sich keinem binären Geschlecht (männlich oder weiblich) zuordnen möchten, am ehesten mit dem Gendersternchen identifizieren. Da es uns als ausdrücklich inklusivem Theater wichtig ist, die Genderfrage nicht über die Barrierefreiheit zu stellen, sehen wir im Gender-Doppelpunkt eine gute Lösung, um gendergerechte Sprache und inklusive Kommunikation in Einklang zu bringen. Es immer ein Abwägen, eine perfekte Lösung gibt es (noch) nicht, aber wir sind davon überzeugt, für uns den richtigen Weg gefunden zu haben. Natürlich sind wir noch nicht perfekt und es werden sich sicherlich ab und zu noch Fehler einschleichen. Hier bitten wir um Nachsicht und Verständnis - Vielen Dank!