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Un-Label (EU) Europa

Un-Label ist eine interdisziplinäre, mixed-abled Performing Arts Company mit mehr als 100 Künstler*innen mit und ohne Behinderung aus 13 europäischen Ländern. Die Gruppe wollte die künstlerischen Möglichkeiten von inklusiven, spartenübergreifenden Bühnenarbeiten ausloten und setzte mit ihren innovativen Performances neue Maßstäbe. Aus diesem Projekt entwickelte sich die in Köln ansässige internationale mixed-abled Performing Arts Company Un-Label. Das Un-Label-Ensemble war mit dem Stück L – Do I need labels to love? vom 12. bis 15.05.2016 im Rahmen des Sommerblut Festivals zu Gast im KKT.

Webseite: http://un-label.eu/


Titelbild zu L – Do I need labels to love?

L – Do I need labels to love?

Unschuldig, bedingungslos, leidenschaftlich, offen, egoistisch, ewig, unendlich, devot, obsessiv, süchtig, hysterisch, wütend, verrückt, rein, selten, einzigartig, platonisch, aggressiv, selbstmörderisch, verzweifelt, bezahlt, einseitig, egoistisch, selbstlos, schuldig verboten, dumm, peinlich, unmöglich, geheim, unausgesprochen, unerwartet, virtuell, verletzend, fiktiv, traurig, donnernd, gegenseitig, sexuell, hoffnungslos, freundlich, verflucht, unreif, natürlich, elterlich, krank, verdammt, gierig, naiv, bequem, kindisch...

Urvertrauen, Akzeptanz, Zuneigung, Bewunderung, Leidenschaft, Interesse, Anziehung, Missverständnis, Begehren, Wertschätzung, Engagement, Mitgefühl, Sorge, Akzeptanz, Zuneigung, Freundschaft, Vertrauen, Mitgefühl, Barmherzigkeit, Sex, Befestigung, Leben, Zärtlichkeit, Güte, Glaube, Besessenheit, Faszination, Illusion, Selbstvertrauen, Einheit, Schutz, Hingabe, Lust, Anbetung, Eifer, Respekt, Fürsorge, Verehrung, Verständnis, Zustimmung, Toleranz, Einigung, Sympathie...Aus über 100 Künstler*innen formte Un-Label im Rahmen von Workshops, internationalen Symposien und einer Künstlerresidenz ein 16-köpfiges, inklusives Ensemble aus den Bereichen Tanz, Musik, Akrobatik und Poesie.

Das große L der Liebe beschreibt einen Zustand, in dem Labels und Zuschreibungen, die wir benutzen, um unsere Umwelt zu kategorisieren, ihre Bedeutung verlieren. Grenzen lösen sich auf, das Ich wird zum Wir. Wir treten in Verbindung, öffnen uns und lassen uns aufeinander ein.

In der bewegenden Tanztheater-Performance L – Do I need labels to love? begeben sich 16 internationale Künstler*innen mit und ohne Behinderung auf Spurensuche in Sachen Liebe. Mithilfe von Tanz, Theater, Musik, Poesie, Akrobatik und Videoprojektionen nehmen sie das Publikum mit auf eine emotionale Entdeckungsreise, die sie zu sich selbst und zueinander führt. Gemeinsam suchen sie eine Antwort auf die Frage: Do I need labels to love?

Zwischen Frühjahr 2015 bis Herbst 2017 begaben sich die Künstler*innen auf eine künstlerisch, ästhetisch und intellektuell inspirierende und menschlich bereichernde Forschungsreise. Sie hatte das Ziel, innovative und inklusive Möglichkeiten für darstellende Künste zu entwickeln und führte die Gruppe über Ländergrenzen hinweg. Sie reduzierten Barrieren und ermöglichten in ihrer Arbeit Menschen die gleichberechtigte Teilhabe an Kunst und Kultur.

Das Projekt wurde in Kooperation mit Partner*innen aus England, Griechenland, der Türkei und Deutschland durchgeführt. Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist die große, multidisziplinäre, international tourende Tanztheaterproduktion L – Do I need labels to love?.

Un-Label schaffte es, das vielfältige künstlerische Potential aller Beteiligten sichtbar zu machen. Erstaunlich war, in welchem Reichtum sich diese Unterschiedlichkeiten im Kunstwerk selbst manifestierten und es auf überraschende Weise stärkten und erweiterten. Innerhalb von nur zwei Jahren gelang es Un-Label, sich national und international zu etablieren und ein dynamisches europäisches Netzwerk von Künstlern und Organisationen aufzubauen, die an der Entwicklung und Umsetzung neuer Methoden für inklusive darstellende Künste arbeiten. Die gewonnenen Erkenntnisse wurden zusammen mit einer Auswahl europäischer, inklusiver Best-Practice-Beispiele aus dem Bereich der darstellenden Künste in einem Handbuch veröffentlicht.

Das Projekt wurde 2016 mit dem zweiten Platz des Paul-und-Käthe-Kraemer Inklusionspreises ausgezeichnet und gewann 2017 den Preis "THE POWER OF THE ARTS". Aus diesem Projekt entwickelte sich die in Köln ansässige internationale mixed-abled Performing Arts Company Un-Label.

Das Ensemble Un-Label war mit dem Stück L – Do I need labels to love? vom 12. bis 15.05.2016 im Rahmen des Sommerblut Festivals zu Gast im KKT. Jede Vorstellung wurde durch Audio- und Textdeskription für Sehbeeinträchtigte und gehörlose Zuschauer zugänglich gemacht.

Alterseignung: ab 16 Jahre
Dauer: 80 Minuten
Ensemble: Un-Label (EU) (Europa)
Aufführung im Rahmen des Festivals Sommerblut Kulturfestival

Barrierefreiheit

Zugänglich für Menschen mit Gehbehinderung

Zugänglich für Menschen mit Gehbehinderung

Barrierefrei für Rollstuhlfahrer*innen

Barrierefrei für Rollstuhlfahrer*innen

Induktive Höranlage verfügbar

Induktive Höranlage verfügbar

Geeignet für Menschen mit Hörbehinderungen

Geeignet für Menschen mit Hörbehinderungen

Geeignet für Menschen mit Sehbehinderung

Geeignet für Menschen mit Sehbehinderung

Audioguide / Audiodeskription vorhanden

Audioguide / Audiodeskription vorhanden