KKT

Haltung

Ein inklusives Theater zu sein heißt für uns, für alle Menschen offen zu sein: als Mitarbeiter*, im Ensemble, als Besucher*in oder Teilnehmer*in. Wir möchten die Menschen einbeziehen, die aus ethnischen, sozialen, kulturellen, physischen, geistigen oder emotionalen Gründen oft ausgeschlossen werden. Jeder Mensch ist einzigartig und besonders. Unser Ziel ist es, ein Theater der Vielfalt und Teilhabe und zu einem starken inklusiven Kulturpartner für alle Menschen zu sein. Es geht uns also um Inklusion im weiten Sinne und um eine offene Lebenshaltung. Wir sind persönlich zugewandt und unterstützend. So machen wir die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen möglich.

Durch die UN-Behindertenkonvention ist Deutschland aufgefordert, ein deutliches Mehr an gesellschaftlicher Teilhabe von Menschen mit Benachteiligungen (v. a. auch Behinderungen) zu ermöglichen. Derzeit lernen bei uns 80 Prozent der Kinder mit Behinderungen in Förderschulen. Es gilt, die Verhältnisse umzukehren. Länder und Kommunen erarbeiten daher Inklusionspläne, immer mehr Bildungseinrichtungen werden integrativ oder sogar inklusiv. Was fehlt sind Partner in Kunst, Freizeit und Beruf.

Wenn immer mehr Schulen integrativ oder inklusiv sind (also Klassen haben, in denen Kinder im Rollstuhl sitzen, Hörgeräte tragen oder nicht hören, blind sind, emotionale oder geistige Einschränkungen haben), brauchen sie auch Kulturstätten, in denen sie sich orientieren und wohlfühlen können. Viele (private) Theater haben allein über die räumliche Situation Schwierigkeiten, sich hier zu öffnen. Mit unseren neuen Räumen haben wir die Möglichkeit, Menschen mit Behinderungen an Kultur teilhaben zu lassen.