KKT

...unser Jugendtheater

Dokumentarisches und Recherchetheater für Jugendliche

Im Jugendtheater macht das KKT seit jeher dokumentarisches Theater und Recherchetheater, das nah am Leben ist und gesellschaftliche Themen altersgerecht und differenziert aufgreift. Kinder und Jugendliche reagieren unmittelbar. Nur wenn Theater packt und berührt und eine direkte Beziehung zwischen Darstellern und Publikum aufgebaut wird, ist es nachhaltig in seiner Wirkung.

Für die Produktion der Stücke begeben wir uns in die Welten, die wir darstellen wollen. So ist zum Beispiel das Stück UnterMenschen nach teilnehmender Beobachtung in der rechtsradikalen Szene entstanden. Für das Stück UnterFremden haben wir empirisch zum Thema Flüchtlinge und Fundamentalismus der verschiedenen Prägungen geforscht. Darum sind unsere Stücke stets aktuell, dokumentarisch und lebensnah.

Unser Jugendtheater umfasst folgende Stücke und Themen:

Das Mädchen mit der roten Kappe: Nationalsozialismus
Faces: Social Media
Momo reloaded: Mobbing
Tribute von Burgina: Klimawandel & Aktivismus
UnterFremden: Flucht & Heimat
UnterMenschen: Rechtsradikalismus

Für Jugendliche ab 16 Jahre sind auch die Erwachsenenstücke geeignet.


Titelbild zu Das Mädchen mit der roten Kappe

Das Mädchen mit der roten Kappe

Schauspiel- und Objekttheater für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahre.

Die Bühne wird zu einem Hutladen, in dem Kopfbedeckungen aller Formen und Farben Geschichte(n) zum Leben erwecken: Gerda erzählt von ihrer Mutter Maria, die als halbjüdisches Mädchen den Nationalsozialismus erlebt hat. In den 1930er Jahren wird die Hutmacherfamilie immer mehr von den Nazis bedroht, weil Marias Mutter jüdischen Glaubens ist. Maria, die wegen ihrer roten Kappe Rudkäppche gerufen wird, drangsaliert man in der Schule, auf der Kirmes, im Schwimmbad. Man rät dem Vater, sich von seiner Frau, der "jüdischen Hexe", scheiden zu lassen. Maria fragt nach: Haben die Nazis etwas gegen uns? Warum bleiben immer mehr Kunden weg? Darf ich in der Schule noch sagen, dass ich Jüdin bin? Warum spricht Oskar nicht mehr mit mir? Warum muss Mama sich verstecken?
Gerda schildert die Geschichte ihrer Mutter und gibt dabei kunstvoll Einblicke in die Sorgen, Nöte und Ängste eines jüdischen Kindes zu jener Zeit. Ein Theaterstück zu den Themen Nationalsozialismus - Ausgrenzung - Demokratie, Vielfalt und Toleranz.

Das Mädchen mit der roten Kappe ist Teil der Bundesinitiative "Demokratie Leben!" sowie des Projektes "Der Ort, an dem wir leben" in Kooperation mit dem Kölner NS-Dokumentationszentrum.

„Liebevoll und charmant erweckt Hauptdarstellerin Heidrun Grote die Kopfbedeckungen zum Leben... Das Stück ist damit ganz nah an der Wahrnehmung von Kindern und bedient sich ihrer Ausdrucksmöglichkeiten. Die Hute klären über ein Thema auf, das bis heute nichts an Aktualität verloren hat angesichts der Verurteilung von Glaubensgemeinschaften.“ (Stadtmagazin Känguru)

"Das Theaterstück Das Mädchen mit der roten Kappe greift in vorbildlicher Weise für Kinder geeignet das Thema rassistische Verfolgung auf. Die Darstellung ist – anders als häufig üblich – sehr differenziert.“ (Barbara Kirschbaum, Leitung NS-Dokumentationszentrum Köln)

Alterseignung: ab 10 Jahre
Dauer: 60 Minuten

Barrierefreiheit

Zugänglich für Menschen mit Gehbehinderung

Zugänglich für Menschen mit Gehbehinderung

Barrierefrei für Rollstuhlfahrer*innen

Barrierefrei für Rollstuhlfahrer*innen

Induktive Höranlage verfügbar

Induktive Höranlage verfügbar

Titelbild zu faces

faces

Leben im Netz - ein Stück für Jugendliche ab 12 Jahre.

Onlinesein – Onlinesucht // Privatheit – Öffentlichkeit // Selbstdarstellung – Selbstbloßstellung // Freiheit – Manipulation. Das Internet ist weder gut noch böse. Es bietet Chancen zu Selbstfindung, Freiheit und Demokratie. Gleichzeitig beinhaltet es das Risiko des Selbstverlustes, der Onlinesucht und der Manipulation. Diese Ambivalenz wird in faces anhand dreier Profile beleuchtet: Khaled erlebt die "Facebook Revolution", Amy postet ihr intimes Leben, Thomas manipuliert andere. Die Grenzen von realer und virtueller Person verschwimmen: Poste ich, was ich bin oder bin ich, was ich poste?

Die Figuren des Stücks und ihre Geschichte:

Khaled:
Das Glück spielte uns in die Hände, weil sich der junge tunesische Schauspieler Noureddine Chamari bei uns meldete, der die „Facebook Revolution“ in seinem Land miterlebt hat. Hier organisierte das Volk mit Hilfe von sozialen Netzwerken einen politischen Aufstand, kämpfte für mehr Freiheit und Demokratie. Im Theaterstück erzählen wir diese Geschichte von Khaled, der über Facebook ein Stück demokratische Freiheit miterlebt, der es aber auch am eigenen Leib zu spüren bekommt, was es heißt (in Facebook) offen gegen politische Feinde zu posten.

Amy:
Offenheit und Selbstdarstellung bis zur Entblößung bestimmen das Profil unserer zweiten Figur. Amy lässt ihre Gemeinde bzw. ihre „Freunde“ selbst am Inhalt ihres Mülleimers Anteil nehmen. Wie viele junge Menschen verliert sie das Bewusstsein für die Grenze zwischen Privatheit und Öffentlichkeit und offenbart in ihrem Profil ihr Innerstes. So wird sie leichte Beute für diejenigen, die die sozialen Medien für Machtausübung und Manipulation benutzen.

Thomas:
Unser drittes "face" Thomas ist ein Menschenfänger, wie sie im Netz zu Millionen herumgeistern. Für destruktive Glaubensgemeinschaften, wie rechtsradikale Gruppierungen oder Sekten, ist das Netz ein Meer, um naive Mitglieder zu fangen, oft versteckt unter bunten und pseudo-sozial engagierten Beiträgen. Thomas wechselt seine Profile und Namen, immer mit dem Ziel, Macht über andere auszuüben.

Das Theaterstück faces kann in Kombination mit Workshops gebucht werden. In diesen geht es (nach Absprache mit den Betreuern) um Themen wie: Onlinesein oder Onlinesucht. Reale und virtuelle Identität. Selbstsein und Selbstdarstellung. Cybermobbing und Selbstschutz. Datenschutz.

Alterseignung: ab 12 Jahre
Dauer: 90 Minuten

Barrierefreiheit

Zugänglich für Menschen mit Gehbehinderung

Zugänglich für Menschen mit Gehbehinderung

Barrierefrei für Rollstuhlfahrer*innen

Barrierefrei für Rollstuhlfahrer*innen

Induktive Höranlage verfügbar

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Titelbild zu Momo reloaded

Momo reloaded

Ein Stück über Mobbing und Selbstwert für Jugendliche ab 12 Jahre frei nach Michael Ende.

Die vierzehnjährige Momo und Meister Hora reisen seit hunderten von Jahren mit ihrem fantastischen Wanderzirkus Hic et Nunc durch die Lande. In einer kleinen grauen Stadt schlagen sie ihr Winterlager auf. Mit ihrer Jonglage und ihrem bewussten und achtsamen Umgang mit dem Hier und Jetzt zieht Momo alle in ihren Bann – bis die grauen Herren aktiv werden und die neuen Freunde gegen Momo aufhetzen. Zerbricht Momo an den Hänseleien und Drangsalierungen oder kann Meister Hora ihr helfen?

Michael Ende beschreibt in seinem Buch "Momo" eine Phantasiewelt, die auf unsere heutige Welt verweist: Eine getriebene Welt, in der graue Zeitdiebe die Menschen dazu bringen, Zeit zu sparen, anstatt zu leben. Die Menschen werden um ihre Zeit betrogen (oder betrügen sich selbst) und vergessen, im Hier und Jetzt zu sein. Die Grauen Herren arbeiten mit Mobbing-Methoden wie Isolation, um Momos Einfluss zu brechen. Unser Stück greift Michael Endes Geschichte im Wesentlichen auf, es gibt Verweise, aber auch frei erfundene Passagen. Die bekannten Protagonisten Meister Hora, die Grauen Herren, Nino und Gigi sind dabei, unsere Momo ist aber eine Jugendliche, die mit einem Zirkus durch die Zeiten reist. Denn die Handlung unseres Stücks dreht sich mehr um die zerstörerische Macht von Mobbing und die "Gegenmittel": Zuhören, Nachfragen, Wertschätzen und Füreinander da sein.

Momo reloaded war nominiert für den Kölner Theaterpreis 2010.

Wir bieten auch präventive Workshops zum Stück/Thema "Mobbing & Selbstwert" an.

Alterseignung: ab 12 Jahre
Dauer: 90 Minuten

Förderung

"Momo Reloaded" wird gefördert vom Land Nordrhein-Westfalen.

Barrierefreiheit

Zugänglich für Menschen mit Gehbehinderung

Zugänglich für Menschen mit Gehbehinderung

Barrierefrei für Rollstuhlfahrer*innen

Barrierefrei für Rollstuhlfahrer*innen

Induktive Höranlage verfügbar

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Titelbild zu Tribute von Burgina

Tribute von Burgina

Theater für Jugendliche ab 12 Jahre und für Erwachsene.

Drei junge Menschen treffen sich im Hambacher Forst (einem der ältesten Wälder Europas, das ehemals "Burgina" genannt wurde). Der Großteil des Waldes musste dem Braunkohlerevier der RWE weichen. So ist der von Aktivisten besetzte "Hambi" zum Symbol für den Widerstand gegen Braunkohle geworden. Jetzt soll erneut gerodet werden und die Stimmung ist aufgeladen. Die drei geraten mitten ins Geschehen, wo unterschiedliche Haltungen und Meinungen aufeinander treffen. Ein paar Jahre später begegnen sich die drei wieder und blicken zurück.

Ein spannendes Stück, das lebensnah die vielschichtigen Herausforderungen rund um den Klimawandel auf die Bühne bringt und Mut macht, selbstwirksam aktiv zu werden.

Alterseignung: ab 12 Jahre
Dauer: 70 Minuten

Barrierefreiheit

Zugänglich für Menschen mit Gehbehinderung

Zugänglich für Menschen mit Gehbehinderung

Barrierefrei für Rollstuhlfahrer*innen

Barrierefrei für Rollstuhlfahrer*innen

Induktive Höranlage verfügbar

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Titelbild zu UnterFremden

UnterFremden

Ein Stück über Fremdenfeindlichkeit für Jugendliche ab 12 Jahre und für Erwachsene.

Alkofa aus Togo und Kharim aus Syrien lernen sich in einer Flüchtlingsunterkunft kennen. Stefan macht dort Sozialstunden. Er ist mit Leuten aus der rechten Szene befreundet. Alkofa und Kharim erzählen Stefan ihre Geschichten und so kommen die drei sich näher. Dann passiert ein Anschlag...

Alterseignung: ab 12 Jahre
Dauer: 80 Minuten

Barrierefreiheit

Zugänglich für Menschen mit Gehbehinderung

Zugänglich für Menschen mit Gehbehinderung

Barrierefrei für Rollstuhlfahrer*innen

Barrierefrei für Rollstuhlfahrer*innen

Induktive Höranlage verfügbar

Induktive Höranlage verfügbar

Geeignet für Menschen mit Sehbehinderung

Geeignet für Menschen mit Sehbehinderung

Titelbild zu UnterMenschen

UnterMenschen

Ein Stück über Rechtsradikalismus und Fremdenfeindlichkeit für Jugendliche ab 12 Jahre.

Andreas Glowasky wird gefangen von den Parolen der vermeintlich harmlosen Partei FD (Für Deutschland) und ist fasziniert von der neuen Welt zwischen Bossanzug und einschlägiger Kneipenkultur. Ein persönliches Scheitern lässt seinen Frustrationspegel nach oben schlagen und macht ihn anfällig für die Gewaltbereitschaft unter seinen neuen Freunden. Mustafa Aldakark flüchtet vor dem Faschismus in seinem Land. Seine Hoffnung setzt er auf eine Bekanntschaft aus dem Club, in dem er gearbeitet hat. Mit einem Foto beginnt seine Suche.

Rechte Gruppierungen greifen heute immer stärker zu bürgerlichen Methoden und zu jugendlichen Codes und Symbolen, um ihre Botschaften den Jugendlichen zugänglich zu machen und dabei harmlos zu erscheinen. Die Rechtsradikalen treten schon lange nicht mehr als glatzköpfige Skin mit Springerstiefeln auf, sondern seriös im Anzug oder jugendlich in trendigen Klamotten. Das eigentliche Gedankengut offenbart sich allein durch das Lesen zwischen den Zeilen und das Erkennen versteckter Zeichen. Daher ist es für viele Menschen nicht mehr leicht, die Botschaften hinter der Fassade zu erkennen und entsprechende Aussagen zu identifizieren.

UnterMenschen reagiert auf diesen neuen Rechtsradikalismus und entlarvt seine vermeintliche Harmlosigkeit. Das Stück bricht mit der reinen Präsentation auf der Bühne. Die jungen Zuschauer werden eingangs selbst zu Asylbewerbern und zu Zeugen eines Anschlags. Das Erleben des unmittelbaren Schreckens und des Moments der Angst erzeugen persönliche Betroffenheit. Im weiteren Verlauf des Stücks werden die Zuschauer hin und her gerissen zwischen Sympathie und Ablehnung gegenüber dem rechten Antihelden Andreas Glowasky und zwischen Mitgefühl und Bewunderung für den jungen Asylsuchenden Mustafa Aldakark, der seinen Freund sucht und einen Nazi findet.

Ein Stück, das unter die Haut geht, gut recherchiert, packend!

Bestandteil der Bundesinitiative Vielfalt tut gut.

Alterseignung: ab 12 Jahre
Dauer: 70 Minuten

Barrierefreiheit

Zugänglich für Menschen mit Gehbehinderung

Zugänglich für Menschen mit Gehbehinderung

Barrierefrei für Rollstuhlfahrer*innen

Barrierefrei für Rollstuhlfahrer*innen

Induktive Höranlage verfügbar

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